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Die Antwort auf Verkehrsprobleme

Die Limmattalbahn bewältigt einen Grossteil des zukünftigen Mehrverkehrs und entlastet damit Strassen und Ortszentren.

Bewegt und verbindet

Das Limmattal gehört zu den dynamischsten Regionen der Schweiz. Für die Weiterentwicklung ist ein Ausbau des ÖV notwendig.

Schneller, bequemer und pünktlich

Die Limmattalbahn verbessert die Erschliessung der Region. Sie fährt zu über 90 Prozent auf eigener Spur und bietet Platz für 250 Personen.

Impulse für die Wirtschaft

Die Limmattalbahn löst wirtschaftliche Impulse aus. Denn die Region wird für Unternehmen attraktiver, wenn sie über ein gut ausgebautes ÖV-Netz verfügt.

Lebensqualität erhöhen

Die Limmattalbahn unterstützt die Siedlungserneuerung im Limmattal und erhöht die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner.

«Dank der Limmattalbahn entsteht ein kantonsüberschreitender Kultur- und Lebensraum»

Willy Haderer, ehemaliger Gemeindepräsident und langjähriger Zürcher SVP-Kantonsrat, gilt als einer der Väter der Limmattalbahn. Als Präsident der Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) und als Verwaltungsrat der Limmattalbahn AG hat er sich stark gemacht für die Bahn – teilweise auch gegen den Widerstand seiner eigenen Partei. Im Interview gibt er Auskunft, warum er sich so für die Limmattalbahn eingesetzt hat.

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Willy Haderer hat sich in seiner politischen Laufbahn stark für die Limmattalbahn engagiert: Als Gemeindepräsident von Unterengstringen, als Kantonsrat, als Präsident der Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) und als Verwaltungsrat der Limmattalbahn AG.

Wieso haben Sie sich so stark für die Limmattalbahn eingesetzt?

Schon ab 1990 als Präsident der ZPL standen die überbordenden Verkehrsprobleme im Limmattal an wichtigster Stelle. Erste Studien und Ideen einer Limmattaler Stadtbahn bewogen die Kantone Zürich und Aargau, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Hochbahn, Tiefbahn, links und rechts der Limmat wurde zur Diskussion gestellt. An der Schlusssitzung war der Entscheid zur Empfehlung an die Regierungen fällig. Die Stimmung war etwas zweifelnd – da machte ich der Kommission klar, dass dies nicht ein Entscheid für die nächsten paar Jahre sei, sondern es sich dabei um ein Zukunftsprojekt für heute und die nächsten 30 Jahre geht.

Wann fiel der wichtigste Entscheid für die Limmattalbahn?

Das war im Jahr 2007. Mit der Lancierung eines Letter of Intent mit den Unterschriften aller Stadt- und Gemeindepräsidenten und aller Limmattaler Kantonsräte wurden die wichtigsten politischen Entscheidungen ausgelöst wie der Richtplaneintrag des Kantons Zürich und die Aufnahme ins Agglomerationsprojekts des Bundes. Vorher und Nachher wurden durch die ZPL eine intensive politische Informationsarbeit bei Gemeinden, Parteien und Kantonsrat geleistet.

Was waren die politischen Stolpersteine bei der Planung der Limmattalbahn?

Für mich persönlich war der Entscheid der SVP-Kantonsratsfraktion für den Richtplaneintrag und schliesslich die Unterstützung auch der Kantonalpartei das befreiendste Ereignis. Gegen eine hartnäckige Gegnerschaft stellte sich auch meine Bezirkspartei hinter das Vorhaben.

Wird die Limmattalbahn jetzt so umgesetzt, wie Sie es sich vorgestellt haben?

In der Detailplanung waren einzelne Abschnitte, wie der Tunnel von Schlieren zum Spittal und die Linienführung durch das Zentrum von Schlieren umstritten. Die Limmattalbahn AG hat zusammen mit den Stadtbehörden und der Anwohnerschaft überall gute Lösungen erarbeitet. So entspricht die Linienführung im Dietiker Zentrum jetzt der ursprünglichen Idee. Damit werden die neuen Siedlungsgebiete im Niederfeld sowie das Aargauer und Zürcher Limmattal sinnvoll verknüpft. Es freut mich sehr, dass die Weiterführung bis nach Baden dank der Planung der Aargauer Behörden, an der ich als ZPL-Präsident mitwirken durfte, auf gutem Weg ist.

Was wird sich aus Ihrer Sicht mit der Eröffnung der Limmattalbahn 2022 für das Limmattal ändern?

Dank der grösseren Transportkapazität werden die heute stark überlasteten Strassen genügend Fahrraum für den Kleingewerbeverkehr und die regionalen Buslinien bieten können. Zudem wird die S-Bahn etwas entlastet dank der Feinverteilung der Fahrgäste durch die Limmattalbahn. Diese werden innerhalb des Limmattals viel schneller und einfacher von einem Ort zum andern gelangen. Der Wirtschafts- und Siedlungsraum Limmattal wird eine viel höhere Substanz bekommen. Damit entsteht ein Kultur- und Lebensraum, der die Kantonsgrenze überschreitet.