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Die Antwort auf Verkehrsprobleme

Die Limmattalbahn bewältigt einen Grossteil des zukünftigen Mehrverkehrs und entlastet damit Strassen und Ortszentren.

Bewegt und verbindet

Das Limmattal gehört zu den dynamischsten Regionen der Schweiz. Für die Weiterentwicklung ist ein Ausbau des ÖV notwendig.

Schneller, bequemer und pünktlich

Die Limmattalbahn verbessert die Erschliessung der Region. Sie fährt zu über 90 Prozent auf eigener Spur und bietet Platz für 250 Personen.

Impulse für die Wirtschaft

Die Limmattalbahn löst wirtschaftliche Impulse aus. Denn die Region wird für Unternehmen attraktiver, wenn sie über ein gut ausgebautes ÖV-Netz verfügt.

Lebensqualität erhöhen

Die Limmattalbahn unterstützt die Siedlungserneuerung im Limmattal und erhöht die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner.

«Alle Gemeinden profitieren vom neuen Buskonzept»

Der Bau der Limmattalbahn hat Auswirkungen auf den gesamten Verkehr im Raum Limmattal – auf der Strasse, für den Öffentlichen Verkehr sowie für Velofahrer und Fussgänger. Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) haben deshalb das gesamte Busnetz im Limmattal überprüft. Jasmin Wiederkehr, Gebietsmanagerin für die Region Limmattal, erläutert im Interview die Überlegungen der VBZ bei den geplanten Anpassungen des Busnetzes in der Region.

Liniennetz_2030_Limmattal_Stand-_08_2017

Jasmin Wiederkehr, welche Auswirkungen hat die Inbetriebnahme der Limmattalbahn im Dezember 2022 auf das VBZ-Angebot?

Die Linie 303, die heute zwischen Schlieren und Killwangen-Spreitenbach verkehrt, wird durch die Limmattalbahn ersetzt. Im Raum Urdorf werden parallel geführte VBZ-Linien zur Limmattalbahn umgelegt oder ersetzt. Aufgrund dieser Anpassungen hat die VBZ das gesamte Busnetz im Limmattal geprüft. Der Fokus wurde auf die mittel- und langfristige Siedlungs- und Verkehrsentwicklung gelegt. Daraus entstand das Liniennetz 2030 Limmattal.

Warum werden die Linien 304 zwischen Dietikon und Altstetten, die 308 zwischen Altstetten, Schlieren und Urdorf sowie die 311 zwischen Dietikon und Urdorf gestrichen?

Die Linien werden ersetzt und nicht gestrichen. Ziel ist es, die Querachsen der nördlichen Gemeinden mit Anschluss an die S-Bahn zu stärken. Die Linien 304 und 308 sollen im Abschnitt Unterengstringen und Bahnhof Altstetten und darüber hinaus mit der Linie 83 im städtischen 7.5 Minuten-Takt zu Hauptverkehrszeiten (HVZ) ersetzt werden. Im Abschnitt Geroldswil Zentrum und Bahnhof Dietikon soll die Linie 301 zu einem 7.5-Minuten-Takt verstärkt werden. Sie löst die Linie 302 und 304 ab. Auch im Abschnitt Unterengstringen und Schlieren-Zentrum soll es zu einer Taktverdichtung auf der Linie 302 kommen. Sie ersetzt die Linie 308. Die Linie 311 wird durch die Limmattalbahn und die verlängerte Linie 307 abgelöst. Damit das Gebiet Oberurdorf weiterhin mit einem Viertelstunden-Takt erschlossen bleibt, wird die Linie 314 zu einer vollwertigen, täglich bedienten Linie ausgebaut. 


Für wen ergeben sich Verbesserungen, für wen Verschlechterungen mit dem neuen Buslinienkonzept?

Mit den Taktverdichtungen und den zusätzlichen ÖV-Verbindungen profitieren alle Gemeinden vom neuen Buskonzept. Zudem sind die Linien stabiler, da sie nicht mehr verschiedene Bahnhöfe mit Anschluss bedienen. Die Linie 304 als Beispiel musste am Bahnhof Altstetten und am Bahnhof Dietikon die Anschlüsse gewährleisten. An beiden Bahnhöfen ist dies kaum möglich. Die Gemeinde Weiningen hat mit den Linien 302 und 304 an drei Bahnhöfen eine Verbindung im Halbstunden-Takt. Entsprechend haben sich die Fahrgäste zu je einem Drittel auf die Bahnhöfe Dietikon, Schlieren und Altstetten verteilt. Neu wird Weiningen einen durchgängigen Viertelstunden-Takt mit der Linie 302 zum Bahnhof Schlieren erhalten. In Geroldswil und in Unterengstringen muss jeweils umgestiegen werden.

Welche Buslinien können Bewohnerinnen und Bewohner der Quartiere Schönenwerd und Zelgli zukünftig nutzen, um nach Schlieren Bahnhof/Zentrum zu fahren?

Vom Quartier Schönenwerd gelangt man mit der verlängerten Linie 307 über das Gebiet Reitmen zum Bahnhof Schlieren Nord. Anwohner entlang der Kampstrasse und Uitikonerstrasse haben mit der neu geführten und verdichteten Linie 302 die gleiche Erschliessung wie heute mit der Linie 308, jedoch neu im Viertelstunden-Takt. Das ist eine klare Verbesserung.

Wie gelangt man zukünftig von Schlieren zum S-Bahn-Halt Urdorf-Weihermatt?

Mit der Linie 302 ab Schlieren Zentrum über das Spital Limmattal (via Feldstrasse) nach Urdorf-Weihermatt.

Buspassagiere aus Oetwil, Geroldswil und Weiningen, die ins Frankental fahren wollen, müssen künftig in Unterengstringen umsteigen. Wieso wird die Direktlinie gestrichen?

Die direkte Linienführung hat nicht den erwarteten Erfolg. Fahrgäste möchten eine schnelle und direkte Verbindung an den nächstgelegenen S-Bahnhof. Die Direktlinie 304 muss an den Bahnhöfen Dietikon und Altstetten Anschlüsse gewährleisten. Durch die lange Strecke ist die Linie 304 sehr unstabil. Zugunsten der kurzen und schnellen Anbindung an einen nächstgelegenen Bahnhof soll deshalb auf die Linie 304 verzichtet werden. Umsteigemöglichkeiten sind in Geroldswil, Zentrum und in Unterengstringen, Sennenbüel möglich.

Wie wird die Kantonsschule Limmattal erreicht?

Kantonsschüler aus Weiningen und Geroldswil haben mit der Linie 302 neu einen 15-Minuten-Takt ab der Haltestelle Urdorf, Feldegg. Unterengstringen ist ebenfalls mit dem Viertelstunden-Takt der Linie 302 an die Kantonsschule angeschlossen. Einzig Schüler aus Oberengstringen müssen in Zukunft von der Linie 83 in Unterengstringen auf die Linie 302 Richtung Schlieren umsteigen. Schüler aus Oetwil a.d.L. müssen wie bisher einmal umsteigen.

Wer war alles beteiligt an der Neuorganisation der ÖV-Verbindungen im Limmattal?

Sämtliche Gemeinden waren mit einem Vertreter aus der Gemeindeverwaltung oder der Politik vertreten. Der Zürcher Verkehrsverbund sowie weitere Fachleute waren bei der Ausarbeitung ebenfalls beteiligt. 


Wiederkehr_Interview Kopie

Jasmin Wiederkehr ist Gebietsmanagerin für die Region Limmattal bei den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ). In dieser Funktion ist sie auch zuständig für die Leitung der Angebotsplanung des öffentlichen Verkehrs im Limmattal.