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Die Antwort auf Verkehrsprobleme

Die Limmattalbahn bewältigt einen Grossteil des zukünftigen Mehrverkehrs und entlastet damit Strassen und Ortszentren.

Bewegt und verbindet

Das Limmattal gehört zu den dynamischsten Regionen der Schweiz. Für die Weiterentwicklung ist ein Ausbau des ÖV notwendig.

Schneller, bequemer und pünktlich

Die Limmattalbahn verbessert die Erschliessung der Region. Sie fährt zu über 90 Prozent auf eigener Spur und bietet Platz für 250 Personen.

Impulse für die Wirtschaft

Die Limmattalbahn löst wirtschaftliche Impulse aus. Denn die Region wird für Unternehmen attraktiver, wenn sie über ein gut ausgebautes ÖV-Netz verfügt.

Lebensqualität erhöhen

Die Limmattalbahn unterstützt die Siedlungserneuerung im Limmattal und erhöht die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner.

Themen zum Bau

Hier publizieren wir regelmässig Hintergrundberichte zu aktuellen Bauthemen.

 

Einvernehmliche Lösung mit Eigentümern angestrebt

Juli 2019

Für den Bau der Limmattalbahn werden entlang der gesamten Strecke von 13.4 Kilometern über 100'000 Quadratmeter Land erworben. Dies teilt sich auf 550 Land- und Rechtserwerbsfälle mit rund 400 verschiedenen Eigentümern auf. Ziel der Limmattalbahn AG ist es, möglichst viele Land- und Rechtserwerbsfälle einvernehmlich zu regeln.

Unter den Begriff des Land- und Rechtserwerbs fällt der Erwerb von Grundeigentum sowie die Einräumung von Dienstbarkeiten für Fahrleitungsmasten, Beleuchtungskandelaber, Maueranker, Leitungen und Tunnel, um ein paar Beispiele zu nennen. Auch die Erteilung des Rechts, einen Teil eines Grundstückes vorübergehend während der Bauarbeiten zu beanspruchen, gehört dazu.

Im eisenbahnrechtlichen Plangenehmigungsverfahren mit Enteignung wird mit der öffentlichen Auflage des Projekts auch das Enteignungsverfahren eingeleitet. Die Eigentümer können während dieser Auflagefrist eine Einsprache erheben und Entschädigungsbegehren geltend machen. Nach Eingang der Einsprachen wird versucht, mit den Eigentümern eine einvernehmliche Lösung zu finden und den Landerwerb in einem enteignungsrechtlichen Vergleich zu regeln. Gelingt dies, wird die Entschädigung zu Handen des Grundeigentümers an das zuständige Grundbuchamt bezahlt. Damit geht das Eigentum an der erworbenen Fläche auf den neuen Eigentümer (ausserhalb des Grundbuches) über. Nach der Realisierung des Projekts erfolgt die Vermessung und der Vollzug im Grundbuch.

Kann keine Einigung erzielt werden, muss das Bundesamt für Verkehr BAV über die Einsprache gegen die Enteignung entscheiden. Diese Fälle werden dann, sofern man sich auch im Nachgang zur Plangenehmigung nicht über die Höhe der Entschädigung einigen kann, an die zuständige Eidgenössische Schätzungskommission überwiesen. Das gilt auch für diejenigen Fälle, in denen zwar keine Einsprache erhoben worden ist, jedoch über die Höhe der Entschädigung Uneinigkeit besteht.

Entschädigt wird der Verkehrswert. Entsprechend sind die Quadratmeterpreise extrem unterschiedlich. Beispielweise ist ein Quadratmeter Land in der Wohnzone 4 in Dietikon um die 1'000 Franken wert, dagegen in derselben Zone in Zürich Altstetten um die 1'700 Franken. Für die Landerwerbsverhandlungen sehr hilfreich ist ein Bericht des Statistischen Amtes des Kantons Zürich. In diesem Bericht legte das Statistische Amt anhand der tatsächlichen Handänderungen dar, welche Quadratmeterpreise in den einzelnen Zonen der betroffenen Gemeinden realistisch sind.

Die Limmattalbahn ist mehr als ein ÖV-Projekt

Oktober 2018

Die Limmattalbahn schafft die nötigen Kapazitäten für den öffentlichen Verkehr und entlastet damit die Strasse. Integraler Bestandteil des Projekts sind die Anpassungen am Strassennetz der Region. Für die flankierenden Strassenmassnahmen plant der Kanton Zürich Mittel in der Höhe von 136 Millionen Franken ein. Dank der Zustimmung zur 2. Etappe der Limmattalbahn können diese Strassenbauprojekte weiter umgesetzt werden.

Parallel mit dem Bau der Limmattalbahn wird auch die Verkehrsführung für den Autoverkehr verbessert. Der Durchgangsverkehr wird von der Achse Badener- und Zürcherstrasse durch Zürich-Altstetten, Schlieren und Dietikon auf die nördlich gelegene, übergeordnete Achse über die Bern- und Überlandstrasse abgewickelt. Mit der Inbetriebnahme der Limmattalbahn werden so die Zentren des Limmattals in Ost-West-Richtung entlastet.

Strassenausbau in Etappen

Damit diese Verkehrsverlagerung möglich wird, baut das Tiefbauamt des Kantons Zürich seit Sommer 2016 verschiedene Kreuzungen und Strassen in Schlieren und Dietikon um- und aus. Anpassungen wurden und werden unter anderem am Stadtplatz, an der Engstringer- und an der Gasometerkreuzung in Schlieren sowie an der Schönenwerdkreuzung und der Überlandstrasse in Dietikon vorgenommen. Mehr Informationen zu den Strassenprojekten rund um die Limmattalbahn gibt es auf der Website des kantonalen Tiefbauamts www.tba.zh.ch/limmattal.

Rubrik_Massnahmen

DIE LIMMATTALBAHN IST AUCH EIN VELOPROJEKT

Mai 2018

Zur Steigerung der Lebensqualität wurde das Veloangebot von Anfang an in das Gesamtprojekt Limmattalbahn integriert. Geplant sind attraktive und sichere Alltagsrouten für den Veloverkehr entlang der Hauptachsen. Neu werden 85 statt 30 Prozent dieser Verbindungen mit Velostreifen markiert. 

Da die Strassen entlang der Limmattalbahn mehrheitlich neu gebaut werden, können gleichzeitig neue Massnahmen für Velofahrende geplant werden. Mit 1,5 Metern werden die Velostreifen mehr als doppelt so breit wie heute. Zudem werden die Kreuzungen im Hinblick auf den Veloverkehr überprüft: Velofahrende sollen diese sicher queren und bei Lichtsignalen den Rückstau überholen können. Besonderes Augenmerk legt die Planung auf die Sicherheit der Schulwege.

Die Limmattalbahn wird in einem weitgehend bebauten Gebiet zwischen Zürich-Altstetten und Killwangen verkehren. Dementsprechend sind die Ansprüche an den öffentlichen Raum sehr vielfältig. Die Quartiere werden möglichst optimal mit den Ortszentren und den Bahnhöfen verbunden. Nebst eigenen Spuren profitieren die Velofahrenden auch von neuen Abstellplätzen, Pump- und Ladestationen an Bahnhöfen und wichtigen Umsteigepunkten.

Nebst den Velofahrenden berücksichtigt die Limmattalbahn auch die Bedürfnisse der Fussgänger. So sind neben den Velostreifen durchgehend breite Gehwege geplant. Sämtliche geplanten Massnahmen sind mit ProVelo, FussverkehrSchweiz und der Behindertenkonferenz abgesprochen und werden mit den Plänen der Gemeinden und Kantone Zürich und Aargau koordiniert.

«Der beispielhafte partizipative Prozess mit der Bevölkerung und den Anwohnern führte zu einer sehr breiten Akzeptanz des Projektes. Das Resultat zeugt von einer grossen Kohärenz und bietet eine echte Verbesserung der Schulwegsicherheit» meint Adrian Kunz von ProVelo zum Velo-Projekt der Limmattalbahn. 

Plan_Veloverkehr

BÄUME BEGLEITEN DIE LIMMATTALBAHN

März 2018

Bäume haben beim Bau der neuen Limmattalbahn einen zentralen Stellenwert. Bereits frühzeitig entschied sich das Projektteam, entlang der neuen Stadtbahn Alleen als begleitendes Gestaltungselement einzusetzen. Insgesamt sollen so mehr Bäume gepflanzt als gefällt werden.

Durch den Bau der Limmattalbahn wird der Strassenquerschnitt wesentlich verändert. Aus diesem Grund ist es unumgänglich, dass während der Realisierung der Limmattalbahn Bäume gefällt werden. Entlang der gesamten Strecke soll deshalb eine neue Baumallee gepflanzt werden. Die Baumreihe soll die Wichtigkeit der Linie betonen und ein städtisches Bild schaffen. Zudem trennen die Bäume die Strasse vom Trottoir und den privaten Vorbereichen ab.

In der ersten Etappe begleiten 470 Bäume die Limmattalbahn. Rund 130 Bäume davon sind Bestandsbäume, die erhalten werden können und in das Baumkonzept integriert werden. Rund 340 Bäume werden neu gepflanzt. Das Ziel ist es, so viele Bäume wie möglich zu erhalten. So kann z.B. auch der prägnante Mammutbaum an der Hohlstrasse durch leichte Anpassungen der Baupläne bestehen bleiben.

Für die 13 Kilometer-Strecke wurden sechs verschiedene Abschnitte mit verschiedenen Baumtypologien erarbeitet. Grundsätzlich werden heimische Baumsorten verwendet. So werden unter anderem Ulmen, Kastanien, Linden und Ahorn gepflanzt. Jeder Baum wird von Spezialisten einzeln in der Baumschule ausgewählt. Bei der Auswahl der neu zu pflanzenden Bäume spielen verschiedene Kriterien mit. Verwendet werden vor allem Solitärbäume (aus extrem weiten Stand) bzw. Alleebäume mit einem geraden astfreien Stamm und einem hohen Kronenansatz. Daneben sind auch Kriterien wie Frosthärte, Wuchsstärke, Wurzelsystem und Widerstandsfähigkeit von Bedeutung. Und nicht zuletzt sollen die gepflanzten Bäume eine stattliche Grösse bei der Verpflanzung haben.

 

baumkonzept

Arbeitssicherheit wird gross geschrieben

Dezember 2017

Auf der Grossbaustelle der Limmattalbahn kommt der Arbeits- und Verkehrssicherheit ein grosser Stellenwert zu.

Baustellensicherheit
© bürobureau

Damit die Sicherheit am Arbeitsplatz gewährleistet ist und die Unfallgefahr minimiert ist, haben die beteiligten Unternehmen zusätzlich zu den verbindlichen Vorschriften der SUVA wie der Schutzausrüstung mit Warnweste und Helmpflicht weitere Massnahmen getroffen (siehe Aufzählung unten). Neben der fachgerechten Absperrung der Baubereiche sowie der Markierung der Fahrspuren umfasst dies die Information der Verkehrsteilnehmer über Medien und Flyer zur Sensibilisierung. Die Schulung aller Baubeteiligten ist neben der Erarbeitung von Sicherheitskonzepten durch die Unternehmen ein weiterer wichtiger Aspekt zur Steigerung der Arbeitssicherheit.

Aufwändig ist die Regelung des Fussverkehrs, da dieser teilweise durch den abgesperrten Bereich der Baustelle geführt wird. Daneben gilt der Koordination von Postboten und Müllabfuhr grosse Aufmerksamkeit. Den Gewohnheiten der Verkehrsteilnehmenden – geändertes Abbiegeverhältnis oder geänderte Verkehrsführungen – muss ebenfalls Rechnung getragen werden.

Oberbauleiter Stefan Oswald appelliert auch an die Fairness im Umgang mit den Bauarbeitern auf der Strecke, sollte es mal Stau geben: «Ich bitte die Autofahrer, ihren Unmut über Behinderungen nicht an den Bauarbeitern auszulassen. Sie machen nur ihren Job und leben manchmal neben dem Verkehr gefährlich.»

Schutzmassnahmen:

  • Baubereiche werden vom Verkehr separiert
  • Schutz durch regelkonforme Abschrankungen
  • Bei Arbeiten direkt unter Verkehr Schutz durch Verkehrsdienst
  • Ausreichende Ausleuchtung der Baustelle (Dämmerung, Nachts) und des Verkehrsraums
  • Schulung des Personals
  • Stahlplatten oder Grabenbrücken bei Gräben
  • Sichere Umleitungen (Fahrradverkehr über Schulweg)
  • Provisorische Fussgängerübergänge über die Zürcherstrasse, teilweise Regelung mittels Fussgänger-Ampel