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Die Antwort auf Verkehrsprobleme

Die Limmattalbahn bewältigt einen Grossteil des zukünftigen Mehrverkehrs und entlastet damit Strassen und Ortszentren.

Bewegt und verbindet

Das Limmattal gehört zu den dynamischsten Regionen der Schweiz. Für die Weiterentwicklung ist ein Ausbau des ÖV notwendig.

Schneller, bequemer und pünktlich

Die Limmattalbahn verbessert die Erschliessung der Region. Sie fährt zu über 90 Prozent auf eigener Spur und bietet Platz für 250 Personen.

Impulse für die Wirtschaft

Die Limmattalbahn löst wirtschaftliche Impulse aus. Denn die Region wird für Unternehmen attraktiver, wenn sie über ein gut ausgebautes ÖV-Netz verfügt.

Lebensqualität erhöhen

Die Limmattalbahn unterstützt die Siedlungserneuerung im Limmattal und erhöht die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner.

Themen zum Bau

Hier publizieren wir regelmässig Hintergrundberichte zu aktuellen Bauthemen.

 

DIE LIMMATTALBAHN IST AUCH EIN VELOPROJEKT

Mai 2018

Zur Steigerung der Lebensqualität wurde das Veloangebot von Anfang an in das Gesamtprojekt Limmattalbahn integriert. Geplant sind attraktive und sichere Alltagsrouten für den Veloverkehr entlang der Hauptachsen. Neu werden 85 statt 30 Prozent dieser Verbindungen mit Velostreifen markiert. 

Da die Strassen entlang der Limmattalbahn mehrheitlich neu gebaut werden, können gleichzeitig neue Massnahmen für Velofahrende geplant werden. Mit 1,5 Metern werden die Velostreifen mehr als doppelt so breit wie heute. Zudem werden die Kreuzungen im Hinblick auf den Veloverkehr überprüft: Velofahrende sollen diese sicher queren und bei Lichtsignalen den Rückstau überholen können. Besonderes Augenmerk legt die Planung auf die Sicherheit der Schulwege.

Die Limmattalbahn wird in einem weitgehend bebauten Gebiet zwischen Zürich-Altstetten und Killwangen verkehren. Dementsprechend sind die Ansprüche an den öffentlichen Raum sehr vielfältig. Die Quartiere werden möglichst optimal mit den Ortszentren und den Bahnhöfen verbunden. Nebst eigenen Spuren profitieren die Velofahrenden auch von neuen Abstellplätzen, Pump- und Ladestationen an Bahnhöfen und wichtigen Umsteigepunkten.

Nebst den Velofahrenden berücksichtigt die Limmattalbahn auch die Bedürfnisse der Fussgänger. So sind neben den Velostreifen durchgehend breite Gehwege geplant. Sämtliche geplanten Massnahmen sind mit ProVelo, FussverkehrSchweiz und der Behindertenkonferenz abgesprochen und werden mit den Plänen der Gemeinden und Kantone Zürich und Aargau koordiniert.

«Der beispielhafte partizipative Prozess mit der Bevölkerung und den Anwohnern führte zu einer sehr breiten Akzeptanz des Projektes. Das Resultat zeugt von einer grossen Kohärenz und bietet eine echte Verbesserung der Schulwegsicherheit» meint Adrian Kunz von ProVelo zum Velo-Projekt der Limmattalbahn. 

Plan_Veloverkehr

BÄUME BEGLEITEN DIE LIMMATTALBAHN

März 2018

Bäume haben beim Bau der neuen Limmattalbahn einen zentralen Stellenwert. Bereits frühzeitig entschied sich das Projektteam, entlang der neuen Stadtbahn Alleen als begleitendes Gestaltungselement einzusetzen. Insgesamt sollen so mehr Bäume gepflanzt als gefällt werden.

Durch den Bau der Limmattalbahn wird der Strassenquerschnitt wesentlich verändert. Aus diesem Grund ist es unumgänglich, dass während der Realisierung der Limmattalbahn Bäume gefällt werden. Entlang der gesamten Strecke soll deshalb eine neue Baumallee gepflanzt werden. Die Baumreihe soll die Wichtigkeit der Linie betonen und ein städtisches Bild schaffen. Zudem trennen die Bäume die Strasse vom Trottoir und den privaten Vorbereichen ab.

In der ersten Etappe begleiten 470 Bäume die Limmattalbahn. Rund 130 Bäume davon sind Bestandsbäume, die erhalten werden können und in das Baumkonzept integriert werden. Rund 340 Bäume werden neu gepflanzt. Das Ziel ist es, so viele Bäume wie möglich zu erhalten. So kann z.B. auch der prägnante Mammutbaum an der Hohlstrasse durch leichte Anpassungen der Baupläne bestehen bleiben.

Für die 13 Kilometer-Strecke wurden sechs verschiedene Abschnitte mit verschiedenen Baumtypologien erarbeitet. Grundsätzlich werden heimische Baumsorten verwendet. So werden unter anderem Ulmen, Kastanien, Linden und Ahorn gepflanzt. Jeder Baum wird von Spezialisten einzeln in der Baumschule ausgewählt. Bei der Auswahl der neu zu pflanzenden Bäume spielen verschiedene Kriterien mit. Verwendet werden vor allem Solitärbäume (aus extrem weiten Stand) bzw. Alleebäume mit einem geraden astfreien Stamm und einem hohen Kronenansatz. Daneben sind auch Kriterien wie Frosthärte, Wuchsstärke, Wurzelsystem und Widerstandsfähigkeit von Bedeutung. Und nicht zuletzt sollen die gepflanzten Bäume eine stattliche Grösse bei der Verpflanzung haben.

 

baumkonzept

Arbeitssicherheit wird gross geschrieben

Dezember 2017

Auf der Grossbaustelle der Limmattalbahn kommt der Arbeits- und Verkehrssicherheit ein grosser Stellenwert zu.

Baustellensicherheit
© bürobureau

Damit die Sicherheit am Arbeitsplatz gewährleistet ist und die Unfallgefahr minimiert ist, haben die beteiligten Unternehmen zusätzlich zu den verbindlichen Vorschriften der SUVA wie der Schutzausrüstung mit Warnweste und Helmpflicht weitere Massnahmen getroffen (siehe Aufzählung unten). Neben der fachgerechten Absperrung der Baubereiche sowie der Markierung der Fahrspuren umfasst dies die Information der Verkehrsteilnehmer über Medien und Flyer zur Sensibilisierung. Die Schulung aller Baubeteiligten ist neben der Erarbeitung von Sicherheitskonzepten durch die Unternehmen ein weiterer wichtiger Aspekt zur Steigerung der Arbeitssicherheit.

Aufwändig ist die Regelung des Fussverkehrs, da dieser teilweise durch den abgesperrten Bereich der Baustelle geführt wird. Daneben gilt der Koordination von Postboten und Müllabfuhr grosse Aufmerksamkeit. Den Gewohnheiten der Verkehrsteilnehmenden – geändertes Abbiegeverhältnis oder geänderte Verkehrsführungen – muss ebenfalls Rechnung getragen werden.

Oberbauleiter Stefan Oswald appelliert auch an die Fairness im Umgang mit den Bauarbeitern auf der Strecke, sollte es mal Stau geben: «Ich bitte die Autofahrer, ihren Unmut über Behinderungen nicht an den Bauarbeitern auszulassen. Sie machen nur ihren Job und leben manchmal neben dem Verkehr gefährlich.»

Schutzmassnahmen:

  • Baubereiche werden vom Verkehr separiert
  • Schutz durch regelkonforme Abschrankungen
  • Bei Arbeiten direkt unter Verkehr Schutz durch Verkehrsdienst
  • Ausreichende Ausleuchtung der Baustelle (Dämmerung, Nachts) und des Verkehrsraums
  • Schulung des Personals
  • Stahlplatten oder Grabenbrücken bei Gräben
  • Sichere Umleitungen (Fahrradverkehr über Schulweg)
  • Provisorische Fussgängerübergänge über die Zürcherstrasse, teilweise Regelung mittels Fussgänger-Ampel