Projektportrait
Das Limmattal
Das Limmattal gehört zu den Regionen mit dem grössten Entwicklungspotenzial im Raum Zürich. In den nächsten 20 Jahren werden stark steigende Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzahlen erwartet. Neue Arbeitsplätze und Wohngebiete bringen aber auch mehr Verkehr in eine Region, in der die Strassen schon heute vielerorts überlastet sind und auch das ÖV-Netz ausgelastet ist. Ein Grossteil dieses Mehrverkehrs soll ab 2020 mit einer leistungsfähigen Stadtbahn bewältigt werden. Das Projekt der Kantone Zürich und Aargau bietet die einmalige Chance für eine Attraktivitätssteigerung der gesamten Region.

Eine moderne Stadtbahn
Die Limmattalbahn fährt als schneller Feinverteiler nebst der S-Bahn von Zürich-Altstetten nach Killwangen-Spreitenbach. Mit insgesamt 27 Haltestellen auf der 13.4 km langen Strecke werden Altstetten sowie die Gemeinden Schlieren, Urdorf, Dietikon, Spreitenbach und Killwangen optimal erschlossen und verbunden. Die Limmattalbahn ist jedoch weit mehr als ein ÖV-Projekt: Sie ist ein bedeutender Teil der politischen Stossrichtung, das Limmattal in eine starke, einheitliche Stadtlandschaft mit hoher Lebensqualität zu verwandeln. Zudem wird sie der Auslöser für umfangreiche Investitionen im Limmattal und nicht zuletzt ein verbindendes Element der Kantone Aargau und Zürich sein.
Eine aufstrebende und dynamische Region wie das Limmattal braucht ein modernes Transportmittel, das nachhaltig einen Grossteil des Mehrverkehrs übernehmen kann. Eine Stadtbahn fährt leise und schnell und bietet genügend Platz für zusätzliche Fahrgäste. Auch im Ausland setzt man daher mehr und mehr auf dieses Transportsystem.
Das Zweirichtungsfahrzeug
Im Dezember 2009 hat der Zürcher Regierungsrat in Absprache mit dem Kanton Aargau entschieden, dass auf der Strecke der Limmattalbahn Zweirichtungsfahrzeuge verkehren werden. Diese verfügen über Führerstände an beiden Enden und können somit vor- und rückwärts fahren. Zweirichtungsfahrzeuge punkten in erster Linie durch Flexibilität in der Angebotsgestaltung und bei Störungsfällen. Zudem benötigen sie keine Wendeschlaufen und brauchen daher weniger Platz. Die Zweirichtungsfahrzeuge sind mit dem Netz der Verkehrsbetriebe Zürich und der Bremgarten-Dietikon-Bahn kompatibel. Die Frage nach dem Betreiber der Limmattalbahn bleibt somit weiterhin offen.
Facts & Figures
| Eigentrassee | 92% |
| Streckenlänge | 13.4 km |
| Haltestellen | 27 |
| Durchschnittlicher Haltestellenabstand | 515 m |
| Bahnsystem | Meterspur (analog Tram) |
| Fahrzeugtyp | Zweirichtungsfahrzeug (Hersteller offen) |
| Fahrzeugbreite | 2.40 m |
| Fahrzeuglänge | Max. 45 m |
| Fahrzeugkapazität | 200 - 260 Personen |
| Durchschnittliche Geschwindigkeit | 22 km/h |
| Maximale Geschwindigkeit | 60 km/h |
| Spannung | 600 V (Altstetten - Schlieren) / 1200 V (Schlieren - Kilwangen) |
| Reisezeit | ca. 37 Minuten |











