FAQ
FRAGEN & ANTWORTEN
Das Limmattal verfügt bereits über ein Busnetz. Wozu braucht es die Limmattalbahn?
Das Limmattal wird in den nächsten 10-15 Jahren stark wachsen und damit wird auch der Verkehr zunehmen. Weder die Strassen noch das bestehende ÖV-Netz sind in der Lage, diesen Mehrverkehr aufzunehmen. Ohne Abhilfe wird das Limmattal zunehmend im Verkehr versinken. Deshalb braucht es ein neues, leistungsfähiges Verkehrsmittel, das genügend Kapazität für den zukünftigen Verkehr bietet. Das heutige Busnetz vermag dies nicht zu leisten und bietet zudem nicht die gleichen Vorteile wie eine schnelle Stadtbahn. Die Limmattalbahn verkehrt auf Eigentrasse und wird dadurch nicht durch den Strassenverkehr behindert. Damit ist sie schneller und pünktlicher am Ziel.
Was sind die Vorteile der Limmattalbahn gegenüber dem Bus?
Die grossen Pluspunkte der Limmattalbahn sind die Zuverlässigkeit, die Kapazität und der Komfort. Dank der eigenen Spur auf dem Grossteil der Strecke (über 90%) kann die Limmattalbahn losgelöst vom Autoverkehr fahren und so pünktlich ihr Ziel erreichen. Die heutigen Busse sind sehr stark vom wachsenden Verkehr betroffen und können insbesondere zu den Stosszeiten ihre Fahrpläne kaum einhalten. Ausserdem kann die Limmattalbahn 2-3-mal mehr Fahrgäste befördern als der heutige Bus. Erfahrungen haben zudem gezeigt, dass ein schienengebundenes Fahrzeug von den Fahrgästen gegenüber einem Busbetrieb bevorzugt wird.
Was nützt die Limmattalbahn, wenn jemand z.B. von Zürich nach Spreitenbach will? 
Die Limmattalbahn verbessert die Verbindungen innerhalb der Region und bringt die Fahrgäste rasch und komfortabel vom Bahnhof ans Ziel. Wer von Zürich nach Spreitenbach möchte, wird weiterhin mit der S-Bahn nach Dietikon fahren und von dort mit der Limmattalbahn rasch ans Ziel gelangen.
Warum fährt die Limmattalbahn auf der linken Seite der Limmat?
Untersuchungen haben ergeben, dass auf der nördlichen Seite deutlich weniger Potential vorhanden ist. Dies würde ein schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis ergeben. Daher ist diese Variante bereits in der Korridorstudie ausgeschieden.
Warum lässt man nicht einfach die S-Bahn viel öfters fahren, dann bräuchte es keine Limmattalbahn?
Die Limmattalbahn übernimmt eine andere Aufgabe als die S-Bahn. Sie ist zuständig für die rasche Feinverteilung in den Agglomerationen und dient als Zubringer zu den Bahnhöfen. Auf dem heutigen Schienennetz fährt ausserdem bereits alle paar Minuten ein Zug, weil S-Bahnen und Fernverkehrszüge dieselben Schienen benutzen. Ein dichterer Fahrplan ist daher kaum mehr möglich.
Wer betreibt zukünftig die Limmattalbahn?
Momentan ist das Projekt in der Projektierungsphase und der Betreiber ist noch nicht entschieden. Mögliche Betreiber sind die BDWM und die VBZ oder eine Drittgesellschaft. In der Projektierung wird berücksichtig, dass die Stadtbahn sowohl mit der VBZ als auch der BDWM kompatibel ist (beispielsweise bezüglich Spurbreite und Fahrleitungsspannung).
Wird der Individualverkehr weiterhin durch die Zentren fahren können?
Nur mit der Limmattalbahn können die künftigen Verkehrsmengen bewältigt werden und die Strassen weiterhin funktionieren. Weiter fährt die Limmattalbahn fast überall auf einer eigenen Spur, daher können Individualverkehr und Stadtbahn auch in den Zentren nebeneinander bestehen. Es ist eine Voraussetzung, dass auch der Individualverkehr weiterhin funktioniert.
Wie fahren zukünftig die Busse im Limmattal?
Wie die Buslinien im Limmattal bei Inbetriebnahme der Limmattalbahn ab 2020 verkehren werden, ist noch nicht klar. Das Busnetz wird häufig und sehr kurzfristig (innerhalb 1-2 Jahren) angepasst, während die Limmattalbahn mit der Planung und dem Bau der Infrastruktur 10 Jahre Zeit in Anspruch nimmt. Verantwortlich für die Festlegung des Busnetzes sind die Kantone Zürich und Aargau und die betroffenen Gemeinden.
Wie lange benötigt die Limmattalbahn für die gesamte Strecke?
Die Reisezeit wird im laufenden Vorprojekt bis Ende 2011 ermittelt. Dank des geplanten Eigentrassees auf dem Grossteil der Strecke kann eine höhere Geschwindigkeit gegenüber dem heutigen Bus erreicht und dadurch die Reisezeit verkürzt werden. Eine wesentliche Verbesserung liegt darin, dass die Strecke Bahnhof Killwangen-Spreitenbach bis Zürich-Altstetten umsteigefrei gefahren werden kann. Zudem erhöht sich die Fahrplangenauigkeit, weil die Limmattalbahn losgelöst vom Individualverkehr verkehrt.
Wie schnell wird die Limmattalbahn fahren?

Die Geschwindigkeit der Limmattalbahn wird im Rahmen des Vorprojekts bis Ende 2011 definiert. Nach momentanem Planungsstand wird von einer Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 20 - 25 km/h ausgegangen. Das ist mit der Durchschnittsgeschwindigkeit der Glattalbahn und ähnlicher Projekte vergleichbar.
In welchem Takt fährt die Limmattalbahn?

Wie die Limmattalbahn zukünftig fahren wird, ist noch offen. Darüber wird erst in einer späteren Phase der Planung entschieden. Die Limmattalbahn wird so fahren, dass die Anwohner einen grossen Nutzen daraus ziehen können.
Wird es eine Volksabstimmung geben?
Eine Volksabstimmung ist in beiden Kantonen möglich. Über den Realisierungskredit muss der Zürcher Kantonsrat und der Grosse Rat des Kantons Aargau beschliessen. Gegen den Entscheid kann das fakultative Referendum ergriffen werden, so dass das kantonale Stimmvolk darüber abstimmen kann.
Welchen Zweck hat die Limmattalbahn AG?
Die Limmattalbahn AG hat den Zweck, die Infrastruktur der Limmattalbahn zu planen und zu erstellen. Sie ist eine reine Infrastrukturgesellschaft und wird nicht der zukünftige Betreiber der Limmattalbahn werden. Was mit der AG nach Bauende passieren wird, ist noch offen. Sie trägt die Verantwortung für die Projektierung und später für die Realisierung. Unterstützung erhält sie dabei von 13 Teams, die als Mandatsträger für die Limmattalbahn arbeiten. Die AG besteht aus drei Mitarbeitern. Geschäftsführer und Gesamtprojektleiter ist Daniel Issler.
Warum wird das Zentrum Dietikon nicht mit einem Tunnel unterfahren?
Eine Untertunnelung des Zentrums würde unterirdische Haltestellen bedingen, die für die Benutzer unattraktiv sind und erfahrungsgemäss zu Sicherheitsproblemen und Vandalismus führen. Es wird angestrebt, die Limmattalbahn auf der Stadtebene gut in die Umgebung zu integrieren und damit auch die Zentren zu beleben. Ein Tunnel hätte zudem lange Rampen zur Folge, die einerseits das Stadtbild optisch zerschneiden würden und andererseits für den Individualverkehr und die Fussgänger nicht überquerbar wären. Eine Tunnellösung führt ausserdem zu deutlich höheren Investitions-, Betriebs- und Unterhaltskosten. Weiter ist ein Tunnel in Dietiker Zentrum aufgrund des Grundwasserspiegels nicht bewilligbar.
Warum wird der Bahnhof Glanzberg nicht direkt von der Limmattalbahn angefahren?
Bei der Festsetzung der Linienführung wurde der Verknüpfung mit dem Bahnhof Glanzenberg eine eher untergeordnete Bedeutung beigemessen, weil Berechnungen eine geringe Nachfrage für diese Umsteigemöglichkeit aufzeigten. Dennoch wurde die Lage der Haltestelle Birmensdorferstrasse so weit wie möglich optimiert; die Entfernung zum Bahnhof beträgt rund 200-300 Meter. Eine noch direktere Haltestelle beim Bahnhof Glanzenberg hätte eine Anbindung des Limmattaler Spitals und der Kantonsschule Urdorf verunmöglicht. Die Verknüpfung von Limmattalbahn und S-Bahn erfolgt in erster Linie an den Bahnhöfen Killwangen, Dietikon, Schlieren und Altstetten, wo auch fahrplanseitig gute Anschlüsse möglich sind.
Warum fährt die Limmattabahn nicht durch den Dorfkern von Spreitenbach?
Die gewählte Linienführung erschliesst die Ikea und das Shoppi Tivoli, die neben unzähligen Mitarbeitenden auch eine grosse Anzahl an Besuchern haben, die mit dem öffentlichen Verkehr anreisen. Weiter bindet sie die für Spreitenbach wichtigen Industrie- und Entwicklungsgebiete und die südlich der Landstrasse liegenden Wohngebiete an. Zudem würde eine Führung via Bahnhofstrasse die Linie im Vergleich zur Landstrasse um fast 500 m verlängern. In dem Fall könnte der wichtige S-Bahn-Anschluss in Killwangen nicht mehr eingehalten werden.
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